Der Riesling gehört in Deutschland zu den am weitesten verbreiteten Rebsorte. Er stammt wahrscheinlich von einer Wildrebe am Oberrhein ab. Er reift sehr spät und stellt daher hohe Anforderungen an die Lage. In ihrer Lagerfähigkeit sind Rieslinge bei den Weissweinen unübertroffen. Die Farbe ist blaß mit grünstich bis goldgelb. Die Aromen reich von Apfel, Grapefruit, Pfirsich, Aprikose, Quitte, Ananas, Mango über Kräuter. Er hat eine rassige Säure und einen leichten bis kräftigen Körper. Aber nicht nur in Deutschland erreicht der Riesling Spitzenqualitäten. Auch im Elsaß, Österreich, Kalifornien und Australien!
Chardonnay
Hochwertige weiße Rebsorte aus dem Burgund. Ergibt reiche Weine mit großer Struktur und langem Abgang. Sie ist in fast allen Weinbauländern der Welt beheimatet. Das berühmteste Anbaugebiet ist Burgund. Topqualitäten in Burgund, Italien, Kalifornien, Südafrika, Neuseeland und Australien In Deutschland erst seit 1991 offiziell zugelassen. In Österreich teilweise als Morillon bezeichnet.
Silvaner
ist die dritte klassische Rebsorte in Deutschland (8%). Ihre mittelgroßen, saftigen Trauben reifen etwas früher als die des Rieslings. Wein-Charakter: neutrales Bukett, feine Säure, vollmundiger, gefälliger Wein.
Pinot blanc
In Frankreich als Pinot Blanc vor allem im Elsaß verbreitete Rebsorte. In Italien als Pinot bianco bekannt. Der deutsche Weißburgunder hat aber in der Regel größere Beeren. In Deutschland vor allem in Baden und in der Pfalz angebaut. Für den Ausbau im Barrique besonders geeignet. Farbe: blaß- bis hellgelb. Aromen: Banane, Aprikose, Karamel, Zitrone, grüne Bohne, Heu. Geschmack: feinrassige Säure mit mittlerem bis kräftigem Körper.
Kerner
ist eine beliebte, neuere Rebsorte - eine Kreuzung zwischen Trollinger und Riesling. Seine dickhäutigen Beeren reifen relativ früh. Wein-Charakter: fruchtiges, leichtes Muskatbukett, rassige, lebendige Säure, dem Riesling ähnlich.
Weiße Rebsorte im Anjou und in der Touraine. Liefert hervorragende Dessert- Schaum- und trockene Weißweine.
Müller-Thurgau
Verbreitung: neben dem Riesling die häufigste Rebsorte in Deutschland. Nach einer neuen Genanalyse handelt es sich nicht wie angenommen um eine Kreuzung aus Riesling x Sylvaner, sondern aus Riesling x Gutedel. Ihr Namen geht auf ihren Züchter Hermann Müller aus Thurgau zurück, der sie 1882 entwickelt hat. Farbe: blaß- bis hellgelb. Aromen: grüner Apfel, Zitrone, Muskat, grüne Paprika, Geranie. Geschmack: milde Säure und leichter bis mittelkräftiger Körper.
Scheurebe
ist wie der Kerner eine Neuzüchtung, die sich in vielen deutschen Anabugebieten durchsetzen konnte: Sie entstand aus einer Kreuzung von Silvaner und Riesling. Wein-Charakter: rassige Säure, volles, an schwarze Johannisbeeren erinnerndes Bukett.